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Terrassenplatten: Verlegung in ungebundener Bauweise

moderne TerrasseEgal ob aus Naturstein, Keramik- oder Beton – Outdoor-Fliesen in den unterschiedlichsten Designs erobern immer mehr die heimischen Terrassen. Und das hat gute Gründe, denn die Platten für den Außenbereich sehen nicht nur toll aus, sondern sind auch sehr robust und pflegeleicht. Und das Beste: Sie lassen sich recht einfach selbst verlegen. Welche Arbeitsschritte dafür notwendig sind, was man bei der Verlegung in ungebundener Bauweise beachten muss und welches Werkzeug man dafür benötigt, erklären wir im folgenden Beitrag.

Gut zu wissen: Was sind die Unterschiede zwischen gebundener und ungebundener Bauweise?

  • Bei der gebundenen Bauweise werden die Platten in einem festen Mörtelbett verlegt, zudem verschließt man die Fugen mit Mörtel.
  • Aufbau ungebundene BauweiseDurch diese Bauweise entsteht eine Konstruktion, die sehr hohen Belastungen standhält.
  • Etwaige Schäden an einzelnen Platten lassen sich jedoch nicht so leicht beheben.
  • Zudem ist die gebundene Bauweise teurer als die ungebundene Variante.
  • Unter der ungebundenen Bauweise versteht man eine Verlegung der Platten in einem losen Splittbett.
  • Die Fugen werden mit lockerem Schüttgut, beispielsweise Sand oder Edelsplitt, gefüllt.
  • Der Vorteil: Die Konstruktion ist elastisch und fängt sowohl mechanische Belastungen als auch Temperaturspannungen gut ab.
  • Starke Regenfälle können jedoch die Fugen auswaschen, zudem kann Unkraut ungehindert durch die Fugen wachsen.

Den Unterbau anlegen

Bevor man mit der Verlegung der Terrassenplatten loslegen kann, muss der Untergrund entsprechend vorbereitet werden. Dafür steckt man als erstes die gewünschte Fläche ab – beispielsweise mit einer Schnur oder einem Markierungsspray – und hebt den Boden anschließend in einer Tiefe von ca. 40 cm aus. Dies erledigt man mit einer Schaufel oder einem Spaten, für besonders große Flächen kann man sich auch einen kleinen Bagger leihen. Damit sich später das Regen- und Schmelzwasser nicht auf der Terrasse staut, muss man bereits während des Erdaushubs ein Gefälle anlegen. Es sollte zwischen 2 und 3 Prozent betragen und von der Gebäudewand wegführen.

Verdichten mittels RüttelplatteEinbringen der Tragschicht

Ist der Boden fertig ausgekoffert, wird eine Tragschicht aus Schotter eingegeben. Sie sollte ca. 30 bis 35 cm hoch sein. Am besten eignen sich dafür Körnungen von 0/32 mm, 0/45 mm oder 0/56 mm. Da bei der Verlegung in ungebundener Bauweise ein fester Unterbau entscheidend ist, muss die Fläche sorgfältig verdichtet werden. Das heißt, nach einer Schotterschicht von ca. 20 cm und am Ende wird der Boden mit einer Rüttelplatte oder einem Handstampfer bearbeitet. So verhindert man, dass die Bodenplatten später unterspült werden und absinken. Am Ende dieses Arbeitsschrittes muss die Schicht standfest und eben, aber weiterhin wasserdurchlässig sein.

Die Tragschicht: Hält auch bei Kälte, was sie verspricht

Pflasterbettung anlegen

Besonders wichtig ist es, dass man für die Tragschicht frostsichere Materialien verwendet. Der Grund: Greift man beispielsweise auf Lehm oder Löß zurück, kann die Terrasse absacken, wenn sich Eiskristalle im Boden erst ausdehnen und dann wieder abtauen. Frostsicherer Boden besteht daher aus recht groben Gesteinskörnungen, die nicht bindig sind und größere Poren haben, in denen sich die Feuchtigkeit beim Gefrieren ausdehnen kann. Das Wasser kann also auch in frostsicheren Materialien gefrieren, beim Auftauen kommt es aber nicht zu Schäden und die Tragfähigkeit des Bodens wird nicht beeinträchtigt.

Die Pflasterbettung herstellen

Nun wird die sogenannte Pflasterbettung angelegt: Dies ist eine 3 bis 5 cm hohe Schicht, die bei der ungebundenen Bauweise meist aus Splitt besteht – das verwendete Material ist mit einer Körnung von 0/5, 2/5 oder 2/8 mm deutlich feiner als die Tragschicht. Mithilfe einer Abziehlatte wird die Fläche anschließend begradigt. Das Abziehen muss vom Rand aus erfolgen, die Fläche darf zu diesem Zeitpunkt nicht mehr betreten werden. Wichtig ist außerdem, dass auch hier das Gefälle von 2 bis 3 Prozent eingehalten wird.

Verlegung von Pflastersteinen

Verlegung der Platten

Die Platten werden anschließend vom Rand bzw. der bereits fertigen Fläche aus verlegt. Dabei entnimmt man die Platten idealerweise wechselweise aus verschiedenen Paketen – so vermeidet man flächige Farbabweichungen. Der Fugenabstand sollte mindestens 3 mm betragen, um einen gleichmäßigen Abstand zwischen den Platten zu schaffen, verwendet man am besten Fugenkreuze. Sie verhindern, dass sich die Platten verschieben und sorgen für ein gleichmäßiges Ergebnis. Mit einem Gummihammer müssen die Platten leicht ins Splittbett geklopft werden. Die Fugen kann man entweder offen lassen oder mit lockerem Schüttgut, also Sand oder feinem Splitt, auffüllen.

Tipp: Wie viele Platten man für die Terrasse braucht, kann man mit einer einfachen Formel berechnen: Fläche in m² + 5 Prozent Reserve + 5 Prozent Verschnitt = benötigte Plattenmenge in m².Fugen verfüllen

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